VERSÖHNUNG 2020 - DER GEMEINDEENTWICKLUNGSPROZESS

„Das ist ein großer Scheiß!“

Mit diesen prägnanten Worten fasste Friedemann Kölling die Gesamtsituation der Versöhnungs-Kirchengemeinde bedrückend klar zusammen. Es stehen gravierende Veränderungen an und es müssen schwere Entscheidungen getroffen werden.

Das ist nicht schön. Das ist hart. Und es tut weh!

Am 15. 11. 2015 wurde auf der Gemeindeversammlung die grundsätzliche Neuausrichtung der Gemeinde besprochen und diskutiert. Das Presbyterium hat ein Zielbild formuliert, wie die Gemeinde zukünftig aussehen soll. In erster Linie ließen sich die Verantwortlichen dabei von den erarbeiteten Ergebnissen des nunmehr seit einem Jahr laufenden Gemeindeprozesses leiten.

An dem Prozess haben sich viele Menschen aus der Gemeinde mit hohem Engagement beteiligt. Nur so konnte eine große, solide Basis aus unterschiedlichen Argumenten, Visionen und Ideen entstehen, um eine neue Perspektive für die Gemeinde zu entwerfen. Ein wichtiges Ergebnis des Prozesses: Es kristallisierten sich drei besondere Kernfelder für die inhaltliche Ausrichtung der Gemeindearbeit heraus.

Unsere Kernfelder

  • Gottesdienste und Kirchenmusik

Ob traditionell-liturgisch oder offen-kreativ - die Gottesdienste unserer Gemeinde dürfen so vielfältig sein, wie die Menschen, die sie feiern. Dazu gehört die Kirchenmusik, die als integrativer Bestandteil der Gottesdienste ihre Strahlkraft facettenreich enthalten kann. In Allem feiern und loben wir unseren großen, liebenden Gott!

  • Konfis, Jugendliche und die Familien drumherum

Was bedeutet „Familie“ heute? Der Begriff umfasst das gesamte soziale Zusammenleben: Eltern, Kinder, Alleinerziehende, Geschwister, Freunde, Senioren, Alleinstehende, Partner, Kollegen u.vm. - Unsere Gemeinde will den Menschen Raum geben, sich zuhause zu fühlen. Unsere Gemeinde will fester Bestandteil des persönlichen Lebens sein.

  • Seelsorge

Miteinander füreinander da sein, Freude teilen, Ängste überwinden, gemeinsam die Last des anderen tragen. Im Gebet, im Gespräch, im persönlichen Kontakt, in der praktischen Hilfe.

Das ist Gemeinde.

Und so geht es weiter:

Das gesamte GEMEINDELEBEN soll sich im Laufe des Jahres 2016 an der Erlöserkirche konzentrieren. Das bedeutet: Neustart im Herzen der Stadt. Wir wollen an einer Stelle miteinander unseren Glauben(er-)leben und Gottesdienst feiern. Die GOTTESDIENSTE finden deshalb ab Ostern 2016 grundsätzlich in der Erlöserkirche statt.

Hierbei gilt: Neue Ideen - neues System - neues Gottesdienst-Konzept!

Für die Apostelkirche und die Auferstehungskirche werden alternative Nutzungsmöglichkeiten bzw. Interessenten gesucht. Ebenso soll geprüft werden, ob die Kindergärten in die Hände anderer Träger übergeben werden können.

Einige PERSONAL-Fragen müssen in persönlichen Gesprächen geklärt werden. Fakt ist aber auch, dass die Jugendarbeit personell stärker gewichtet wird.

Das Presbyterium hat intensiv über verschiedene Alternativen diskutiert, das jeweilige Für und Wider abgewägt und ist sich der großen Tragweite der Entscheidungen bewusst.

Der Appell der Stunde lautet daher:

Der Prozess geht weiter. Die Gemeinde fängt JETZT an, sich neu zu orientieren und zu entwickeln. Machen Sie mit! Wir wollen EINE Gemeinde sein, lebendig, offen und vielseitig. Entdecken Sie die Möglichkeiten, die in den formulierten Zielen stecken. Seien Sie offen für Neues und helfen Sie bitte aktiv mit, kreative und gute Lösungen für bislang ungelöste Fragen zu finden!

„Das ist eine große Chance!“