VERSÖHNUNG 2020 - UND WAS SICH BIS DAHIN ÄNDERT

Die Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde wird sich verändern. Ein jährliches Defizit von ca. 140.000 Euro bringt die Notwendigkeit erheblicher Veränderungen mit sich. Das fühlt sich zunächst nicht schön an, kann aber als willkommene Möglichkeit erkannt werden, lange überfällige Aufgaben und Klärungen anzugehen und Strukturen anzupassen: Was sollen, können und wollen wir tun?

Der Finanzdruck zwingt uns, diese Fragen zu stellen, aber eigentlich sind dies Fragen, die immer gestellt und beantwortet werden müssen. Die Krise hilft uns, das zu tun. Und ganz sicher wird sich die Gestalt und der Gehalt der Kirchengemeinde verändern. Die spürbaren und sichtbaren Veränderungen sind schnell genannt: nach allem, was wir wissen und sehen, werden wir von einer (oder auch zwei) Kirchen und von einem Pfarrer Abschied nehmen müssen.

Spätestens im Jahr 2020 wird die Versöhnungs-Kirchengemeinde zwei Pfarrstellen und zwei Kirchen (oder auch nur noch eine Kirche) haben. Das sind ernüchternde Tatsachen, die auch beunruhigen. Sie werden tiefgreifende Veränderungen tatsächlich von allen erfordern. Erst wenn wir uns innerlich mit verändern, gelingt die grundlegende Veränderung der Kirchengemeinde. Gewohntes muss zurückbleiben. Neues steht an. Wege werden weiter. Arbeitsabläufe müssen neu gefunden und eingeübt werden. Weniger Personal und weniger Gebäude verlangen mehr Konzentration und mehr Umdenken. Die Rahmenbedingungen der Veränderungen sind so ziemlich klar, der Weg dorthin und die Umsetzung allerdings nicht.

Das Presbyterium hat beschlossen, diese notwendigen und schwierigen Entscheidungen gründlich und unter Beteiligung möglichst vieler Menschen vorzubereiten. Jeder, der möchte, soll seine Meinung, Anliegen, Ideen oder Vorschläge sagen und einbringen können. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:

1. Der Fragebogen gibt Raum, seine Meinung zu äußern. Das Presbyterium freut sich sehr, wenn viele Menschen unserer Gemeinde sich über diesen Fragebogen an der Zielfindung beteiligen.

2. Die Mitglieder des Presbyteriums und des Pfarrteams stehen für Gespräche zur Verfügung.

3. Sehr eingehend werden bei fünf Studientagen die anstehenden Fragen bearbeitet.

  • Was ist unser Auftrag?
    31. Januar 2015
  • Was ist unser Potenzial?
    7. März 2015
  • Wie sieht unser Umfeld aus?
    9. Mai 2015
  • Welches Bild haben wir von der Zukunft der Kirchengemeinde?
    15. August 2015
  • Wie erreichen wir dieses Bild von der Zukunft?
    7. November 2015

Etwa 50 Menschen unserer Gemeinde haben sich bisher auf den Weg gemacht, an diesen Studientagen nachzudenken und zu arbeiten. Gemeinsam wollen sie das Bild der Versöhnungs-Kirchengemeinde 2020 erkennen und entwickeln, gemeinsam dann das Bild, das Gott von der Zukunft der Gemeinde hat, erkennen und entwickeln.

Der erste Studientag zur Frage "Was ist unser Auftrag" liegt zurück. Viele Punkte konnten zusammengetragen werden, und es wurde schnell deutlich, wie ungewohnt das Arbeiten an diesen Fragen ist und wie mühsam der gemeinsame Weg ist.

Der zweite Studientag "Was ist unser Potenzial?" war ein erster Höhepunkt des Weges. Auch bei zurückgehenden Finanzen bleibt der eigentliche Schatz der Gemeinde: die Menschen, die sich  einsetzen mit Leidenschaft, Begabung und ihrer Geschichte.

Die weiteren Studientage bringen die Fragen bis zu dem Punkt, an dem wir das Bild der Versöhnungs-Kirchengemeinde 2020 klar sehen werden. Die letzte Entscheidung liegt dann - etwa Anfang des Jahres 2016 - beim Presbyterium. Ein Jahr mit viel Arbeit, Hören, Reden und Klären wird dann zum Abschluss kommen. Und dann wird noch einmal sehr viel Arbeit und Anstrengung nötig sein, dieses Bild der Gemeinde zu verwirklichen. Versöhnung 2020 - viele Veränderungen werden nach und nach sichtbar werden.

Friedemann Kölling

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