VERSÖHNUNG 2020 - DER GEMEINDEENTWICKLUNGSPROZESS

Die Versöhnungs-Kirchengemeinde 2020 wird neu gebaut - in Gedanken natürlich. Ein Defizit von ca. 140.000 Euro pro Jahr führt uns dahin, das Bild der Gemeinde neu zu gestalten. Für diese Aufgabe haben wir etwa ein Jahr Zeit eingeplant. In den vergangenen Monaten ist viel gearbeitet, gesprochen und entwickelt worden. Zahlreiche Menschen haben sich beteiligt - und das ist gut. Denn wir wollen so Pläne machen und Entscheidungen treffen, dass möglichst viele Menschen daran mitwirken.

Im Januar 2015 haben wir den Gemeindeentwicklungsprozess begonnen. Nun sind wir also bereits acht Monate konzentriert dabei, das Bild der Versöhnungs - Kirchengemeinde im Jahr 2020 zu entwickeln. Über die Punkte „Auftrag“ (Was sollen wir?), „Potenzial“ (Was können wir?), „Umfeld“ (Wo stehen wir?) sind wir zur „Vision“ (Wohin wollen wir?) gekommen.

Am 15. August haben wir bei einem Studientag die verschiedenen Vorstel­lungen und Visionen angesehen und gesammelt. Nun wird eine Arbeitsgruppe die Ergebnisse sichten, sortieren und für die Entscheidung vorbereiten. Am 7. November wird der „Bauplan“ im Rahmen eines Studientages vielen Mitarbeiterinnen vorgestellt werden. Danach wird er Thema in vielen Gremien, Gruppen und Veranstaltungen sein.

Versöhnung 2020 - das wird viel Veränderung, manche Verwirrung, manche Träne und viele leuchtende Gesichter bringen. Wir wollen die neue Versöhnungs-Kirchengemeinde so schön und hell und freundlich und anziehend machen wie möglich. Mit weniger sind wir nicht zufrieden.

Im Rahmen einer Ausstellung in Haus Nordhelle hatten wir die Aufgabe, einen Schatzkasten zu gestalten. Ein Schatzkasten drückt auf kreative Weise aus, was der Schatz und der Kern der Kirchengemeinde ist. Dorothea Stach hat in einfühlsamer, kreativer und treffender Weise diesen Schatzkasten der Versöhnungs-Kirchengemeinde hergestellt. Das Ergebnis beschreibt, was wir gerade tun und was unsere Aufgabe ist. In der Erläuterung des Schatzkastens heißt es:

Die Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde Lüdenscheid ist eine Gemeinde mit drei Kirchen, steht aber vor der Herausforderung, in nächster Zeit Gebäude aufzugeben. Diese Nachricht hat dazu geführt, dass sich die Kirchengemeinde als eine Baustelle zeigt: überall wird in Gedanken und Worten und Plänen gearbeitet, gebaut, geformt – auf der Suche nach der Kirchengemeinde des Jahres 2020. Hierbei wird deutlich, dass die Kirche der Zukunft eine Kirche sein wird, deren sichtbares und wichtigstes Kennzeichen nicht die Gebäude sind, sondern die Menschen: lebendige Steine. Diese Menschen sehen wir jetzt schon als den Schatz, der teils verborgen, teils sichtbar ist. Entschlossen wollen die Steine beiseite nehmen, um den Schatz zu empfangen. Die Kraft und Liebe Gottes zeigt sich in Menschen, deren Leben von Gott berührt, bewegt und verändert wird. Damit fängt etwas Neues an, sprießt und wächst. Hellgrün und strahlend ist es – und hier und da zeigt sich das Neue bereits. Gott sagt: „Schaut nach vorne, denn ich will etwas Neues tun! Es hat schon begonnen, habt ihr es noch nicht gemerkt?“

Friedemann Kölling

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